Belauscht.de sagt Tschüss!

Am 13. August 2016 feiert belauscht.de
seinen 10. Geburtstag!

Kaum zu glauben, aber als wir belauscht.de im Sommer 2006 gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de auf den Tag genau zum 10-jährigen Bestehen einstellen und die Seite von da an als Archiv weiterführen. Wir werden von da an keine neuen Einsendungen mehr posten.

Weiterlesen

Belebt – auf der Straße, in der Wohnung

Jul 2016
21

Waldbronn. Zuhause.

Ich akzeptiere einen Anruf zur Telefonbefragung. Irgendwann kommt die Frage, ob ich höhere Krankenkassenbeiträge akzeptieren würde, wenn dadurch besondere Diagnoseverfahren abgedeckt würden, zum Beispiel Magenresonanztomografie.

Ich: “Da steht wahrscheinlich Magnetresonanz…”
Telefonberaterin: “Nein, Magenresonanz, wegen dem… Mist! Da steht Magnetresonanz! Ich stelle jetzt schon die ganze Woche dieselbe Frage und sage den Leuten immer das Falsche… (nachdenklich) …aber alle wollten das haben.”

belauscht von Bender

Jun 2016
21

Helsinki. Zu Hause.

Meine Freundin und ich schauen uns “Roter Drache” (den Prequel zu “Das Schweigen der Lämmer”) in der englischen Originalfassung an. Danach ergibt sich folgender Dialog:

Ich: “Das war spannend. Demnächst sollten wir uns noch den neusten Film ansehen.”
Sie: “Ich weiß nicht, da sieht man dann bestimmt nur wieder wie Hannibal Lecter die ganzen Körperteile mit Bohnen ist.”
Ich: “Was? Wieso denn mit Bohnen?!?”
Sie: “Hast du nicht zugehört? ‘Heart, lungs and kidneys!’”

belauscht von Georg

Jun 2016
06

Ober-Ramstadt.

Zwei ca. 15-jährige Jugendliche unterhalten sich an der Bushaltestelle über das Tagesgeschehen – unter anderem über den Tod von Muhammad Ali:

#1: “Mohammed Ali hieß ja eigentlich gar nicht so. Den Namen hat er nur irgendwann angenommen.”
#2: “Echt? Und wie hieß der wirklich?”
#1: “Cat Stevens!”

belauscht von Sebastian74

Mai 2016
09

Frankfurt am Main.

Sonntagnachmittag. Ich laufe durch die Innenstadt und sehe, wie mehrere Polizisten Passanten kontrollieren. Zwei Beamte kommen zielstrebig auf mich zu, es entwickelt sich folgender Dialog:

Polizist #1: “Guten Tag. Allgemeine Personenkontrolle. Leben Sie illegal in Deutschland?”
Ich: “Nein, ich bin in Sachsen-Anhalt geboren.”
Polizist #2: “Aha! Gut, haben Sie denn eine Aufenthaltsgenehmigung?”
Ich: “Brauche ich eine? Ich sagte doch, ich bin in Sachsen-Anhalt geboren.”
Polizist #2: “Ja, das haben wir gehört. Aber Sie brauchen, wenn Sie in Deutschland leben wollen, eine Aufenthaltsgenehmigung. Verstehen Sie das?”
Ich: “Ja, das verstehe ich.”
Polizist #1: “Haben Sie einen Ausweis dabei? Papiere? A U S W E I S?”
Ich: “Ja, ich bin nicht schwerhörig, wissen Sie? Sie können ganz normal mit mir reden. Wollen Sie jetzt meinen Personalausweis sehen?”
Polizist #2: “Ach, Sie haben sogar einen Personalausweis? Dann zeigen Sie den doch mal her.”
Ich (suche den Perso raus): “Natürlich, ich sagte Ihnen schon zweimal, dass ich in Deutschland geboren wurde.”
Polizist #2: “Na vorhin haben Sie aber noch was anderes gesagt und jetzt sind Sie auf einmal in Deutschland geboren?”
Ich: “Sachsen-Anhalt.”
Polizist #2: “Ja, was denn nun? Sind Sie Deutsche oder nicht?”

Ich kommentiere dies nicht weiter, zeige den Beamten meinen Personalausweis und darf weitergehen.

belauscht von Anne

Jan 2016
25

Aachen, Klinikum.

Im gleichen Zimmer, in dem ich liege, wird jemand für eine OP vorbereitet. De Anästhesist scheint etwas abwesend zu sein während er den Fragebogen für die Betäubung ausfüllt.

Anästhesist: “Sind Ihnen irgendwelche ungewöhnlichen Reaktionen auf Medikamente bekannt?”
Patient: “Ja, ich bin allergisch auf Morphine.”
Anästhesist: “Sie meinen, Sie haben dann Halluzinationen?”
Patient: “Nein. Ich meine, ich bekomme dann epileptische Anfälle.”
Anästhesist: “Keine Sorge. Wir bekommen Sie schon zum Einschlafen.”
Patient: “Ich mache mir eigentlich mehr Sorgen ums Aufwachen.”

belauscht von Peter