Passau, Universität. Im Geschichtsseminar.
Lehramts-Studentin (verwirrt): Wie? Jesus war beschnitten? Der war doch Christ?!?
belauscht in Passau von Jessi
Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.
Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.
Passau, Universität. Im Geschichtsseminar.
Lehramts-Studentin (verwirrt): Wie? Jesus war beschnitten? Der war doch Christ?!?
belauscht in Passau von Jessi
Hamburg.
Wir waren zu Gast im Garten einer Freundin, die Biologielehrerin ist, als ihr neuer Freund dazukam, einen Strauß Chrysanthemen auspackte, auf die Dahlien im Garten zeigte und sagte:
“Wenn ich gewusst hätte, daß Ihr Astern im Garten habt, hätte ich ja keine mitgebracht!”
belauscht in Hamburg von Siegmund
Dallgow.
Im Supermarkt an der Kasse. Ein Mann kommt mit seinem Kassenbon zurück:
Mann: Sagn se mal, was is denn datt hier? Ich hab doch keen Baguette gekooft. (Zeigt auf den ersten Artikel auf dem Bon)
Kassiererin: (nimmt den Bon, studiert ihn und reicht ihn zurück) Neee, das ist kein Baguette, sondern ein Bouquet….das sind die Blumen, die sie gekauft haben.
Mann: Ach sooo, na dann ist ja alles klar. Danke.(geht)
Kassiererin (dreht sich um und scannt weiter; beginnt breit zu grinsen):
Jaja, Englisch müsste man können…
belauscht in Dallgow (bei Berlin) von Karsten
Anm. d. Red.
Danke an fab für den orthographischen Hinweis. Das Wort Bouquet existiert in dieser Schreibweise tatsächlich im Englischen, Deutschen und Französischen.
Wir lassen ihn trotzdem drin.
Frankfurt a.M., Kino Metropolis.
…der Abspann des Animations-Films “Ab durch die Hecke” läuft…
Junge Frau zu ihrer Begleitung:
“Jeanette Biedermann? Die spielt jetzt auch in amerikanischen Filmen? ”
belauscht in Frankfurt am Main von Tom
Wien Josefstadt.
Es klopft am Fenster. Draußen stehen zwei Polizistinnen.
Polizistin: “Halten sie in ihrer Wohnung eine alte Dame gefangen?”
Bewohnerin: “Nein, nicht das ich wüsste. Warum?”
Polizistin: “Wir wurden aus diesem Haus von einer Dame angerufen, die gefangen gehalten wird. Wissen sie etwas darüber?”
Bewohnerin: “Nein. Darf ich fragen, wie die Dame geheißen hat?”
Polizistin (leise): “Hitler.”
Bewohnerin: “Aha…! Aber im 3. Stock wohnt eine verwirrte alte Dame, die immer mal wieder ihren Schlüssel verlegt, sie sollten Sie mal fragen.”
Polizistin: “Danke. Wir müssen aber ihre Personalien aufnehmen, da wir eine Geiselnahme nicht ausschließen können.”
belauscht in Wien Josefstadt von Katrin
Köln-Kalk, in einem Supermarkt.
“Iiiih – das kauf’ ich nicht! Da ist PH-Wert drin!!!”
belauscht in Köln Kalk von Mirija
Frankfurt a.M., Zoo.
Vor dem Orang-Utan-Gehege im Frankfurter Zoo stehen Oma plus Enkel und betrachten das polygame Oran-Utan-Familienleben (1x Mann, 3x Weib + 2x Kind). Die Oma startet den ambitionierten Versuch, ihrem Enkel etwas über Orang-Utans, gleichzeitig aber auch über bürgerliches Familienleben zu erzählen:
Oma: “Also des is der Vadder, der hält den Laden zusamme (deutet auf das teils grauhaarige beleibte Orang-Utan-Männchen, vorne am Käfiggitter).”
Enkel: (nickt und guckt)
Oma: “Und des is die Mudda (deutet auf eine der ruhig rumsitzenden Äffinnen), die guckt, das zuhaus alles stimmt.”
Enkel: (nickt und guckt)
Nun bewegt sich das Orang-Utan-Männchen gemächlich, aber zielsicher zu einem seiner Weibchen, besteigt es von hinten und führt eindeutige Bewegungen aus.
Enkel: “Omma, was macht der daaaa?!”
Oma: “(nimmt Enkel an die Hand und wirkt sichtlich nervös) Komm, wir gehn jetzt weiter zu den Fischen…”
belauscht im Frankfurter Zoo von Franziska
München, in einem Supermarkt.
Eine Mitarbeiterin ist damit beschäftigt, ein Kühlregal mit Wurstwaren aufzufüllen. Eine Kundin kommt dazu, die offensichtlich eine Frage hat und beginnt mit:
“Entschuldigung, sind Sie die Wurst?”
belauscht in München von Nathalie