Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Feb 2008
18

Worms, auf dem Mittelaltermarkt 2006.

Es war am frühen Abend als unsere Gruppe von Darstellern einer Wikinger-Sippe  an unserem recht großen Feuer zusammensaß. Ich war grade damit beschäftigt neues Holz auf das Feuer zu legen. Da fiel mir ein kleiner Junge auf, der ganz gespannt betrachtete wie die Flammen in den Himmel “züngelten” wenn ich die neuen Holzstücke auf das Feuer warf. Der Junge (ca. 6-8 Jahre alt) ging ein paar Schritte zurück schaute seinen Vater an…. ging wieder 2-3 Schritte vor… lief links an unserer Gruppe vorbei… umrundete uns… lief wieder zu seinem Vater.

Sah seinen Vater an und meinte: “Papi, meinst du das Feuer is echt?”

belauscht in Worms von Corax

Feb 2008
17

Bremen, Linie 6 zwischen Hbf und Herdentor.

Zwei Mädchen unterhalten sich.

#1: “Ich hab beim Arzt angerufen wegen meinem Rücken. Da sagt die ‘n Termin haben wir erst in 6 Wochen’. Ich sag ‘Ich brauch den aber jetzt. Hab ich Ihnen eigentlich schon gesagt, dass ich Privatpatientin bin?’. Darauf sie ‘Warten Sie, kommen Sie mal Dienstag’.”

#2: “Die sind sowas von dreist!”

#1: “Ja, dreist oder? Beim Arzt hat sie dann meine Karte sehen wollen und sagt ‘Sie sind ja gar nicht privat versichert!’ Ich sag ‘Nee, aber ich wollte den Termin’. Ärzte sind echt voll dreist!”

belauscht in Bremen von lousypoetry

Feb 2008
16

Bremen, Bahnhofsplatz.

Ein etwas angetrunkener Mann nähert sich einer Frau mittleren Alters und fragt:

“Hast Du nicht Lust mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?”

Frau: “Nein!”

Der Mann bleibt bei der Frau stehen, die Frau geht einige Meter weiter, der Mann hinterher.

Mann: “Wir können auch zu mir nach Hause gehen.”

Die Frau geht wieder weiter, der Mann hinterher

Mann: “Ich hab auch mein Bett frisch bezogen.”

Die Frau geht weg und verschwindet in der Bahnhofshalle.

belauscht in Bremen von Ralf

Feb 2008
14

Flughafen Frankfurt.

Am Durchgang zur Sicherheitskontrolle steht eine junge Frau mit Kinderwagen vor uns. In der Ablage des Wagens befindet sich ein großer Getränkebecher von McDonalds. Der Sicherheitsbeamte erklärt:

„Mit dem Kinderwagen können Sie hier nicht lang. Schauen Sie mal da links, da haben wir einen Extradurchgang. Aber die Cola müssen Sie vorher noch austrinken. Die dürfen Sie nicht mitnehmen.”

Die junge Frau sagt nix und guckt nur ziemlich verständnislos aus der Wäsche.

Der Sicherheitsbeamte mustert sie und fragt: „Wohin geht’s denn? Nach Mallorca?”

Sie: „Lanzarote… Muss ich dann auch austrinken?”

belauscht in Frankfurt von Simone

Feb 2008
13

München, Leonrodplatz. In der Straßenbahn.

Tussi um die 25 (blond, gestylt) für alle hörbar am Handy. Anscheinend geht es um die schmerzliche Trennung von ihrem Freund:

Tussi: “Nee, lief ganz gut. Ich krieg den iPod, er behält den Hund.”

Pause.

Tussi: “Schon! Ist fair, oder? Ich mein´, mal im Ernst: Was will ich denn mit dem Vieh?”

Pause.

Tussi: “Nee!!!.. Das is schon ein neuer iPod. 10 Gigahertz oder so.”

belauscht in München von Didi

Feb 2008
12

Fulda, in einem Supermarkt.

Während eines Wochenendeinkaufs hab ich mich über das Kindergeschrei in einem der Gänge gewundert. Bei näherem Hinhören konnte ich folgendes aufschnappen.

Große Schwester (ca. 6 Jahre) rennt hinter ihrem schreienden kleinen Bruder (ca. 4 Jahre) brüllend hinterher:

Mädchen: “Ja renn bloß weg! Und wenn Du weiter heulst, verrat ich JEDEM, dass Deine Jacke von KIK ist!!!”

Daraufhin erhöht der Kleine seine Lautstärke nochmals um einige Dezibel.

belauscht in Fulda von Manuel

Feb 2008
11

Leverkusen, Tiefgarage eines Lebensmittelmarktes.

Samstag Morgens. Links eine freie Parklücke, rechts eine belegte Parklücke und eine Frau, die ihre Einkäufe gerade in ihr Auto packt. Sie bemerkt den Autofahrer zunächst nicht, der in die linke Lücke einparken will, macht dann aber zügig Platz. Der Mann tobt in seinem Auto, springt heraus und macht die Frau mit bösen Worten nieder. Die Frau ist zunächst sprachlos und verteidigt sich dann etwas lahm. Eine andere Frau, die das Ganze beobachet hat, ruft von der gegenüberliegenden Seite:

“Lassen Sie ihn doch, er ist doch nur ein Mann und kann nichts dafür.”

Gelächter allenthalben und der Mann zieht wütend und mit hochrotem Kopf ab.

belauscht in Leverkusen von blaubärchen