Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Apr 2009
30

Bonn.

Mein Bus fährt an einem Kino am Bertha-von-Suttner-Platz vorbei, wo ein Plakat für den neuen Star-Trek-Film hängt.

Zwei Teenie-Mädchen, die hinter mir sitzen, sind ganz begeistert.

#1: “Guck mal, was da läuft! (liest ganz langsam vor) S-t-a-r T-r-e-k!”
#2: “Star, Star, sagt mir was… ist das DSDS als Film ?!?”

belauscht in Bonn von girl_on_fire

Apr 2009
29

Berlin. Am Flughafen im Flughafenbus.

Ein zirka 3-4 jähriges Kind stellt während der Fahrt einige Fragen.

Kind: “Du Mami, kann ich die Menschen in Ägypten verstehen? Wie ist arabisch?”
Mutter: “Alleine von der Sprache wirst Du eher nichts verstehen. Arabisch ist sehr schwierig und gar nicht mit der deutschen Sprache verwandt. Es klingt meist etwas abgehackt und kehlig”
Kind: “Schwieriger als Englisch?”
Mutter: “Auf jeden Fall. Aber dort können die Menschen auch Englisch und etwas Deutsch, zur Not behilft man sich mit Gesten.”
Kind: “Das wird lustig! Ich bin schon so gespannt”

Währenddessen telefoniert schräg gegenüber eine tussihafte junge Frau (16-17).

Tussi: “Ne alle assi. Und ja ne, ‘ch sag ne, er och, komm ‘s Party, ‘ch sag ey nich, wa? Party, ey Griffl ab, ne er, vol uff Dröhnung, er ey wat jet? Wat’n shit, nervt …wa? Ne ‘ ch mein ‘n Murat, wa? Ey nich der…”

Kind (hört eindringlich zu): “Mami, spricht das Mädchen arabisch?”

belauscht in Berlin von Chris

Apr 2009
28

Lübbecke, am Empfang eines Autohauses.

Kürzlich kam ein älterer Herr (Mitte 60 bis Anfang 70) zu mir und wollte mit einem Verkäufer sprechen. Es war allerdings nur ein Verkäufer im Haus und der war noch beschäftigt. So entwickelte sich folgender Dialog:

Ich: “Herr Müller hat sofort für Sie Zeit. Das dauert vielleicht noch zwei oder drei Minuten. Möchten Sie vielleicht einen Kaffee?”

Mann: “Nein! Ich möchte mit Herrn Müller sprechen!”

Ich: “Ja, er kommt ja gleich.”

Mann (schroff): “Der soll sich jetzt mal ein bisschen beeilen, sonst fahr ich zu Autohaus Schmidt! Da dauert das bestimmt nicht so lange. Ich hab nicht so viel Zeit! Ich sterbe bald!!!”

belauscht in Lübbecke von Morrighan

Apr 2009
25

München, Allianz-Arena.

Es läuft das Spiel 1860 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Münchner Fans sind nicht ganz mit den Leistungen ihres Torwarts zufrieden.
Ein Fan hinter mir möchte seinem Ärger Ausdruck verleihen und brüllt:

“Ich hab nur drei Worte für dich: HAU AB”

belauscht in München von Roland

Apr 2009
23

Uni-Flensburg, auf dem Campus I.

Seminar zum Thema Identität.

Dozent: “Wenn ich jemanden nach langer Zeit wiedertreffe und der mir sagt ‘Du bist ja immer noch derselbe!’, hau ich ihm eine in die Fresse!”

belauscht in Flensburg von MonthyPython

Apr 2009
22

Berlin. Im Zoo.

Ich gehe im Berliner Zoo an einer Tierstatue vorbei, an der gerne Fotos mit Freunden oder Familien gemacht werden. Ein kleiner Junge so um die 5 steht gerade vor der Statue und soll ein Bild machen, daraufhin schreit der Vater plötzlich lauthals:

“Meein GOTT! Kannst du nich EINmal, EINmal stillhalten und gut gucken? IS das denn so schwer?”

belauscht in Berlin von

Apr 2009
20

Hamburg, Hafen.

Durchsage bei der Hamburger Hafenrundfahrt, der Sprecher verkündet die Sicherheitshinweise:

“…an Bord gibt es genau zwei Schwimmwesten. Eine ist für den Kapitän und eine für mich. Doch machen Sie sich keine Sorgen. Für den Notfall führen wir selbstverständlich ein Rettungsboot mit, damit im Falle des Falles wenigstens die Mannschaft gerettet werden kann.”

belauscht in Hamburg von ike