Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Belebt – auf der Straße, in der Wohnung

Feb 2008
26

Soest, in der Fußgängerzone.

Während ich durch die Fußgängerzone schlendere, kommen mir drei Frauen entgegen (Eine alte Frau um die 70, die beiden anderen ca. 40, vermutlich ihre Töchter).

Alte Frau: “…und da frug ich…”

Naja, diese falsche Vergangenheitsform kennen wir ja alle, ich wurde aber dann doch hellhörig, als eine Tochter die alte Frau unterbrach.

Tochter: “Das heißt nicht frug. Das heißt fruch – mit CH am Schluss!”

belauscht in Soest von Lauscher

Feb 2008
22

Freiburg, am Hauptbahnhof.

Zwei junge Typen gehen an einem Obdachlosen vorbei

Obdachloser: “Hey, habt ihr mal ein bisschen Kleingeld?”
#1: “Nee, leider nicht.”
Obadachloser: “Seid ihr etwa Studenten?”
#1: “Joah.”
Obdachloser: “Arme Schweine!”

belauscht in Freiburg von Svorn

Feb 2008
16

Bremen, Bahnhofsplatz.

Ein etwas angetrunkener Mann nähert sich einer Frau mittleren Alters und fragt:

“Hast Du nicht Lust mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?”

Frau: “Nein!”

Der Mann bleibt bei der Frau stehen, die Frau geht einige Meter weiter, der Mann hinterher.

Mann: “Wir können auch zu mir nach Hause gehen.”

Die Frau geht wieder weiter, der Mann hinterher

Mann: “Ich hab auch mein Bett frisch bezogen.”

Die Frau geht weg und verschwindet in der Bahnhofshalle.

belauscht in Bremen von Ralf

Feb 2008
11

Leverkusen, Tiefgarage eines Lebensmittelmarktes.

Samstag Morgens. Links eine freie Parklücke, rechts eine belegte Parklücke und eine Frau, die ihre Einkäufe gerade in ihr Auto packt. Sie bemerkt den Autofahrer zunächst nicht, der in die linke Lücke einparken will, macht dann aber zügig Platz. Der Mann tobt in seinem Auto, springt heraus und macht die Frau mit bösen Worten nieder. Die Frau ist zunächst sprachlos und verteidigt sich dann etwas lahm. Eine andere Frau, die das Ganze beobachet hat, ruft von der gegenüberliegenden Seite:

“Lassen Sie ihn doch, er ist doch nur ein Mann und kann nichts dafür.”

Gelächter allenthalben und der Mann zieht wütend und mit hochrotem Kopf ab.

belauscht in Leverkusen von blaubärchen

Feb 2008
10

Leverkusen, Willy-Brandt-Ring auf Höhe des Sportflugplatzes.

Während einer Fahrstunde erblickt der Fahrlehrer ein Segelflugzeug, welches von einer anderen Maschine durch die Luft gezogen wird.

Fahrlehrer: “Guck mal, das hintere Flugzeug hatte wohl eine Panne und wird jetzt wieder zum Flugplatz geschleppt.”
Fahrschülerin: schweigt…

Etwa 30 Minuten später.

Fahrschülerin: “Man kann doch gar nicht mit einem Flugzeug in der Luft liegen bleiben?!”
Fahrlehrer: “Du hast jetzt nicht wirklich 30 Minuten darüber nachgedacht, oder?”
Fahrschülerin wird rot und schweigt…

belauscht in Leverkusen von Arne

Feb 2008
05

Köln, an einer Ampel am Rudolfplatz.

Altweiberfasching.

Eine übergewichtige Prinzessin steht volltrunken mit schiefem Diadem, völlig verdreckten Stiefeln und zerstörtem Makeup an der roten Ampel und beäugt misstrauisch und depressiv das jecke Treiben der Kölner gegen halb drei in der Nacht.

Prinzessin im Selbstgespräch: “Kein Wunder, dass wir den Krieg verloren haben.”

belauscht in Köln von Willy

Feb 2008
03

Bergisches Land, auf der Landstraße nähe Kürten.

Im März 2005 fuhr ich mit meinem Freund Jürgen mit den Motorrädern durch das Bergische Land. Nach einer Kurve kamen wir an eine Unfallstelle, an der ein Motorrad im Strassengraben lag.
Zum Glück wurde niemand verletzt.

Als wir dem verunglückten Fahrer halfen, die ca. 150 PS-Starke Maschine wieder auf die Strassen zu bekommen, konnten wir sehen, dass sie erst 30 Km auf dem Tacho hatte. Auf der Strasse zeigte sich dann das gesamte Ausmaß: Spiegel abgebrochen, Lenker verbogen und ein riesiges Loch in der Verkleidung. Jürgen steht lässig neben dem verunfallten Fahrer und bietet ihm eine Zigarette an. Keiner sagt ein Wort bis…

Jürgen: “Also mal ehrlich, ich glaube nicht, dass Du das SO eingetragen bekommst.”

belauscht bei Kürten von Arne