Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Befördert – in Bus und Bahn

Dez 2010
29

Münster. Im Nachtbus N85 um 1:30 Uhr.

Neben mir sitzt ein Pärchen, beide ca. 23 Jahre. Sie sind offensichtlich alkoholisiert und machen miteinander rum. Plötzlich klingelt das Handy des Mädchens. Offensichtlich ist ein Typ am Telefon und es wird etwas hitziger telefoniert. Nach fünf Minuten legt sie auf.

Er: “Wer war denn das?”
Sie: “Das war mein Ex-Freund, mit dem ist seit einem Monat aber Schluss!”
Er (ankuschelnd): “Wirklich?”
Sie: “Ja, ganz ehrlich, da läuft nichts mehr!”

Das ganze geht noch ein paar Minuten weiter, sie beteuert, dass da wirklich nichts mehr wäre.

Das Handy klingelt wieder, wiederum ein kurzes Gespräch.

Sie: “Das war wieder mein Ex-Freund. Der Arsch will heute noch bei mir vorbeikommen, um mit mir zu reden. Du brauchst aber keine Angst haben, da läuft nichts mehr

Er: “Wirklich?”

Sie: “Ja, ganz ehrlich, der tut mir aber sooo leid, der hat das noch nicht überwunden mit der Trennung. Würde es Dir was ausmachen, bei der nächsten Station wieder in die Stadt zurückzufahren und heimzugehen?”

Nachdem das Mädel noch ein paar Mal versichert hat, dass der Typ wirklich nur zum Reden vorbeikommen und da wirklich nichts laufen würde gibt der Typ ihr einen Kuss und sagt, dass er das vollkommen verstehe. Bei der nächsten Haltestelle steigt er aus.

belauscht in Münster von Michael

Dez 2010
26

Köln. U-Bahn Linie 3, Friesenplatz.

Eine Mutter verabschiedet ihre ca 11-jährige Tochter an der U-Bahn-Haltestelle.

Mutter: “Viel Spaß heute in der Schule”
Tochter: “Ich glaube, da gehe ich heut nicht mehr hin…”
Mutter: “Wie, da gehst du heut nicht mehr hin??!!”
Tochter: “Ich fühle mich nicht so gut und ich glaub ich fahr doch mit nach Hause.”

Die Mutter denkt kurz nach…

Mutter: “Pass auf, ich mach dir ein Angebot: du gehst heute in die Schule und dafür darfst du die nächsten zwei Tage zu Hause bleiben.”
Tochter: “Was? Echt?? Danke Mama!!”

Einige Sekunden vergehen, die Mutter macht sich bereit zu gehen.

Tochter: “Warte… es ist Freitag!”

belauscht in Köln von Tamina

Dez 2010
19

Bonn. Im Zug.

Im Zug von Bonn nach Meckenheim sitzt mir ein ca. 18-jähriges Mädchen gegenüber und telefoniert weinend mit ihrem Freund:

Sie: “Nein Schatz, ich liebe dich über alles, ich will dich niemals verlieren, ich gehe dir nicht fremd! Das würde ich niemals tun…”

Nach 10-minütiger Beteuerung ihrer Treue beendet sie das Gespräch, offentsichtlich ist die Beziehung gerettet. Sofort wählt sie erneut und sagt lautstark in ihr Telefon:

“Paul, wir müssen vorsichtig sein, ich glaube Max vermutet was.”

belauscht in Bonn von Jenny

Dez 2010
15

Im IC von Hamburg nach Stuttgart.

Ein Fahrgast spricht den vorbeigehenden Zugbegleiter an:

Fahrgast: “Wieviel Verspätung haben wir in etwa?”
Zugbegleiter: “Keine Ahnung.”
Fahrgast: “Nur so circa?”
Zugbegleiter (genervt): “Was weiß ich denn, wenn sich jetzt noch jemand vor den Zug schmeißt, kanns noch länger dauern!”

belauscht von Wiebke

Dez 2010
10

Berlin. In der U-Bahn am Heidelberger Platz.

Riesengedränge an den vorderen U-Bahn Türen.

Durchsage des Zugführers: „In den hinteren Waggons ist auch noch Platz!“

Kaum jemand zeigt Bereitschaft, sich in Richtung der ziemlich leeren hinteren Wagen zu bewegen, alle versuchen sich weiterhin in den verstopften ersten zu drängen. Der Kenner weiß eben, dass sich an der Zielhaltestation der Ausgang mit dem Weg zur Uni im vorderen Bereich befindet.

Erneute Durchsage des Zugführers: „Dass Ihr alle blind seid, sah man bereits. Aber dass Sie Ihr auch noch taub seid, wusste ich noch nicht.“

belauscht in Berlin von Martin