Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Sep 2006
28

Achim, in einem Tennis-Club.

Ältere Herren beim Umziehen in der Umkleide.

Herr #1: “Da haben die richtig Oberweite…”
Herr #2: “Heute ist das wirklich so, das hat uns damals gefehlt!”
Herr #3: “Da gab’s ja auch noch nicht die Pille – heute haben die alle mehr”
Herr #1: “Ja, sowas wünschen wir uns, nech?”

belauscht in Achim von Henning

Sep 2006
28

Zwischen Düsseldorf und Dortmund, Im Regionalexpress.

Der Zug ist voll bis oben hin (kennt man ja beim RE1). Plötzlich erklingt aus einer Ecke schrille Techno-Musik aus einem Handy. Die Fahrgäste, wegen dem vollen Zug sowieso leicht angenervt, freuen sich nicht wirklich drüber aber erstmal sagt keiner was. Irgendwann dann doch:

Mann: “Könntest du nicht bitte Ohrhörer benutzen?”

Kleine Möchtegern-Glatze: “Da waren keine Ohrhörer dabei!”

Mann: “Dann mach die Musik bitte aus, weil es nervt!”
(man kann den Fahrgästen die Zustimmung ansehen)

Kleine Möchtegern-Glatze: “Boah, was bist du denn für´n Spasti? Ich will meine meine Musik hören, und da waren keine Kopfhörer dabei!”

Mann: “Dann mach sie aus!”

Kleine Möchtegern-Glatze: “Was kann ich denn dafür, wenn da keine Kopfhörer dabei sind?”

Mann: “Die anderen Leute hier und mich nervt deine Musik! Ohrhörer kann man auch kaufen!”

Kleine Möchtegern-Glatze (macht Musik aus und fängt an zu pöbeln): “Voll der Spasti! Du bist voll der Spasti! Assi! Da waren keine Ohrhörer dabei!”

Als Ersatzhandlung beginnt er nun, gegen die Wand zu treten.

belauscht im Regionalexpress von Der Belauscher

Sep 2006
28

Tierheim Berlin, im Kleintierhaus.

Oma: “Guten Tag, sind die Tiere hier nur zum Ankucken, oder kann man die auch kaufen?”

Angestellter: “Ja, bis auf ein paar Ausnahmen sind alle zum Verkauf.”

Oma: “Ach, ist das hier sowas wie ein Tierheim?”

Angestellter: (sich das Grinsen verkneifend): “Ja, Sie sind hier im Tierheim Berlin.”

Oma: “Hmm, das sollten sie dann vielleicht auch irgendwo mal ran schreiben!”

Anmerkung:
Am Eingang ist ganz groß angeschrieben, dass es sich um das Tierheim Berlin handelt, es ist sogar durch Straßenschilder ausgewiesen.

belauscht in Berlin von BacardiCcola

Sep 2006
27

Auf dem Wallberg am Tegernsee.

An einem trübseligen Sommertag auf der Spitze des Wallberges.

Ein Rentnerehepaar schaut über die Landschaft, in den sehr grauen, bewölkten Himmel. Im tiefsten Bayrisch folgender Dialog:
Er: “Das Wetter ist auch nicht mehr, was es mal war.”
Sie: “Ja, seitdem der Franz Josef tot ist.”

belauscht auf dem Wallberg von Nanni

Sep 2006
27

Bremen, Neustadt.

Zwei Autos krachen an einer Kreuzung aufeinander.

Fahrer 1 (Deutscher) springt aus dem Auto und schreit: “Du Idiot!”
Fahrer 2 (ausländischer Herkunft) springt ebenfalls heraus und ruft: “Isch Idiot? Du Idiot, isch haben Vorfahrt, isch haben Dreieck!”

belauscht in Bremen von Eva

Sep 2006
26

Bremen, im Supermarkt.

Es soll ein leckeres Abendessen mit Avocado-Creme geben. Schnell in den Supermarkt zum Obststand. Doch an der Kasse ist eine Rechtschutzversicherung bekannter als das Obst.

Da kein Preis angebracht ist, fragt die Kassiererin ihre Kollegin mit lauter Stimme:

“Was kostet denn die Advocardo?”

belauscht in Bremen von Harry

Sep 2006
26

Im Büro.

Vorgesetzter zum neuen Azubi: “Bring mir mal einen Eingelbser in Grün mit!”

Azubi: “???”

Anderer Azubi (schon 2. Lehrjahr): “Er meint einen grünen Textmarker.”

belauscht von chris

Sep 2006
25

Nürnberg, im Supermarkt.

Ein offensichtilich hochaggressiver Prollvater brüllt vor dem Supermarkt sein ca. 3-jähriges Kind an, das in den Einkaufswagen greifen will:

Vater: “Ey, bloß nimm Deine Wichsgriffel da weg!”

Das kleine Kind, total verschüchtert:

Kind: “Wieso?”

Logischerweise hat es (noch) nicht verstanden, mit welchen Schimpfworten sein Vater da um sich wirft und schon gar nicht, warum es nicht in den Wagen fassen darf.

Daraufhin der Proll:

“Weil, wenn Du nochmal da reinfasst, klatsch ich Dich an die Wand!”

belauscht in Nürnberg von Bee