Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Okt 2006
24

In einer Kaserne der Bundeswehr.

06:55 Uhr vor der Truppenküche, eine Schlange von mindestens 30 Soldaten. Der Oberfeldwebel spricht in schreiendem Ton zu seinen wartenden Untergebenen:

“Wir haben Essenszeit bis Null Sieben Null Fünf, also genug Zeit zum Essen!!!”

belauscht von Rosenverschenker

Okt 2006
23

Düren, Kulturfabrik Endart.

In der Discothek arbeiten zwei Freundinnen. An einem Abend lernt eine von beiden einen Typen kennen:

Sie: “Komm, dahinten arbeitet meine Freundin, gehn´ wir mal hin, dann kannst du sie auch mal kennen lernen!”

Darauf er: “Nee, das möchte ich nicht.”

Sie verblüfft: “Wieso?”

Er : “Hab gehört, dass die ´ne Schlampe ist, die macht jedes Wochenende mit anderen Typen rum.”

Daraufhin lacht sie, winkt ab und sagt: “Ach Quatsch, das bin doch ich.”

belauscht in Düren von Lucy

Okt 2006
22

Dortmund, Innenstadt.

Mädchen erzählt ihrer Freundin von ihrer Mutter, die im Altenheim arbeitet.

“Die alten Omas können ganz schön fies werden. Meine Mama kommt manchmal mit Kratz- und Spuckverletzungen heim!!”

belauscht in Dortmund von niener

Okt 2006
21

Berlin, Bahnhof Alexanderplatz.

Eine südamerikanische Frau mit starkem Akzent verteilt Broschüren eines deutschen Industrieunternehmens, die sie scheinbar unbedingt so schnell wie möglich loswerden will und daher sehr penetrant ist. An ihr geht ein junger Mann vorbei.

Frau mit den Broschüren: “Hey, das ist was für dich.”

Junger Mann: “Nein danke.”

Frau: “Aber da kannst du eine Ausbildung machen.”

Junger Mann: “Kein Interesse.”

Frau, wedelt mit den Industriebroschüren: “Doch, das ist super, das ist deine Zukunft.”

Junger Mann, geht weiter: “Tut mir leid, ich bin Student, ich hab schon eine Zukunft.”

Frau, schreit ihm verzweifelt und beleidigt hinterher, so dass alle Passanten es hören:

“Nein, du hast keine Zukunft.”

belauscht in Berlin von Benedict S.

Okt 2006
20

Werder/Havel, beim Kinderarzt.

Kleiner Junge um die 4 mit seiner Mutter beim Kinderarzt.

Mutter: “So…jetzt gehen wir in das Zimmer.”
Junge: “Aber nich den Pullermann abschneiden,ja?”
Mutter: “Nee,das machen die nich…”
Junge: “Echt nich?”
Mutter: “Ja.”

belauscht in Werder/Havel von Judith-chan

Okt 2006
19

Mainz.

In einem Stadtbus gegen 20 Uhr. Drei schwarzhaarige Jungs um die 16 sitzen in den hinteren Reihen und finden Diverses “voll krass”. Plötzlich fährt am Bus ein tiefergelegtes Auto mit getönten Scheiben vorbei. Im Rückfenster steht: “veni, vidi, vici”.

Junge #1: “Ey! ‘veni, vidi, vici’! Weißt du was das heißt, Alter? Das heißt: ‘Isch komme…”
(Junge #2 und #3 lachen blöd)
Junge #1: “Ey, halt ma’s Maul jetz’, ja? Also: ‘Isch komme – isch sah – isch habe gewonnen’.”
(Dramatische Pause)
Junge #1: “Is krasse Spruch von Julius Cäsar, weißt du?”
(Wieder kurze Pause)
Junge #2 (kichert): “Geil… ‘vici’ heißt gewinnen, ja?”

belauscht in Mainz von Alice

Okt 2006
18

Dieser Beitrag wurde von den Lesern zur zweitbesten Einsendung 2006 gekürt.

Augsburg-Lechhausen. Im Aldi an der Kasse.

Eine Frau, deren Einkaufswagen übervoll ist fragt den Typen hinter sich:

Sie: “Haben Sie nur den Orangensaft?”
Er: “Was geht Sie das bitteschön an?”
Sie: “Ich hätte Sie vorgelassen, falls Sie nur den Orangensaft haben.”
Er: “Kann man hier nicht mal mehr in Ruhe ´nen Saft kaufen, oder was?”

Er stellt sich dann aber doch vor die Frau.

Darauf wieder sie: “Sehen Sie, ist doch alles kein Problem.”
Er (wutschnaubend): “Für Sie vielleicht nicht, aber mein Tag ist jetzt versaut!”

belauscht in Augsburg von Maria