Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Dez 2006
16

Köln, Goethestraße.

Vor ein paar Tagen in unserer WG.

Mitbewohner: “Wir schauen gleich Tatsächlich Liebe. Hast du Lust mitzugucken?”
Mitbewohnerin: “Ach nee, der ist mir zu traurig.”
Mitbewohner: “Was? Der ist doch wohl überhaupt nicht traurig.”
Mitbewohnerin: “Doch, der ist mir viel zu traurig.”
Mitbewohner: “Hä? Der hat doch ein absolutes Happy End.”
Mitbewohnerin: “Ja… das mein ich ja. Am Ende sind alle glücklich und verliebt und ich merke, wie verdammt beschissen mein eigenes Leben ist. Das ist doch traurig, oder? ”
Mitbewohner: “Ok, dann schaun wir Schindlers Liste, mit dem hast du sicher mehr Spaß.”
Mitbewohnerin : “Ja, der wäre besser.”

belauscht in Köln von Daniel

Dez 2006
15

Nürnberg, Rudolf-Diesel Fachschule

Nach einem Referat über den Brauprozess, entsteht eine Diskussion über Biersorten, unter anderem über Billigbier.

Referent: “Nun ja, Oettinger ist mittlerweile eine der größten Brauereien und stellt auch für X und Y her.”
Schüler: “Ausserdem ist Oettinger nicht unbedingt als Billigbier zu bezeichnen, in ´nem Strip-Club auf der Reeperbahn hab´ ich sieben Euro für eine Flasche gezahlt.”

belauscht in Nürnberg von Matthias

Dez 2006
15

In einer Arztpraxis in einem kleinen saarländischen Dorf.

Arzthelferin: “Frau …, dann bräuchte ich noch Ihre Versichertenkarte?”
Ältere Patientin: “Ich wääß jetzt ned, was sie menne?”
Arzthelferin (hilfreich): “Die Karte, die Sie von Ihrer Krankenkasse bekommen haben.”
Ältere Patientin (ratlos): “Nää, so ebbes hann ich ned.”
Arzthelferin (mit Geistesblitz): “Ich brauch Ihr Kärtsche.”
Ältere Patientin (glücklich): “Ach es Kärtsche wolle se hann. Das hann ich dabei.”

belauscht im Saarland von patient

Dez 2006
14

Langenfeld, im Real Markt.
Ein Ehepaar ist mit seiner kleinen Tochter einkaufen.
Das Mädchen sitzt im Einkaufswagen, die Mama verlangt einen Kuss. Die Tochter sagt nein, die Mutter fragt wieder und wieder und bekommt stets ein ‘Nein’ entgegnet. Schließlich wird es der Mutter zu bunt und sie fragt warum Sie keinen Kuss bekomme.
Daraufhin antwortet die Tochter:

“Du nimmst Papas Pipimann in den Mund, das mag ich nicht!”

Die Mutter rennt aus dem Laden mit rotem Kopf, der Vater hält tapfer die Stellung.

belauscht in Langenfeld von Paul

Dez 2006
13

In einer Filiale von Kaisers am Alexanderplatz.
Es läuft derzeit eine Aktion, bei der man Treueherzen sammeln kann, die man bei jedem Einkauf erhält. Vor mir steht ein älterer Herr, der gerade seine Einkäufe bei der Kassiererin bezahlt. Diese fragt den Herrn sodann bei der Rückgabe des Wechselgeldes:

“Sammeln Sie Herzen?”

Der Mann gibt kurz einen verwunderten Blick von sich und antwortet dann:

“Nein, aber eine neue Niere könnte ich gebrauchen!!”

belauscht in Berlin von Philip

Dez 2006
13

Gestern telefonierte ich mit meiner Mutter und berichtete ihr, dass ich im Mai 2007 in die USA (New York) fliegen möchte und dass ich mich noch nicht entschieden habe, ob ich von Frankfurt aus um 8.30 Uhr mit Singapore Airlines fliegen werde oder von Hamburg aus am Nachmittag gegen 15.30 Uhr mit der Emirates.

Meine Mutter gab daraufhin zu bedenken:

"Du musst ja auch die Zeitverschiebung beachten, bei Singapore Airlines ist die ja sicherlich größer!"

belauscht am Telefon von Birgit