Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Okt 2011
25

Bonn. In einem Krankenhaus.

Zwei ältere Männer, beide recht übergewichtig, sitzen nebeneinander vor der Tür zum Arztzimmer. Der eine (#1) hat einen fahrbaren Tropf neben sich abgestellt und blickt nervös auf den Behälter mit der Infusionslösung. Sein Nebenmann (#2) hat beide Unterarme vergipst.

#2 (mitfühlend): “So ein Teil mit sich rumführen zu müssen ist auch nicht gerade das, was man braucht…”
#1: “Ich han den Zucker…von der Träpp jestürzt zu sein, is aber ooch nicht das Jelbe vom Ei…”
#2 (wutschnaubend): “Von wegen Treppe! HERZINFARKT!!!”

belauscht von Bärbel

Okt 2011
22

Berlin Friedrichshain. Flohmarkt am Boxhagener Platz.

Es herrscht wie fast jeden Sonntag reges Treiben. Plötzlich ertönt direkt neben uns lautstark die Stimme eines Verkäufers:

“Sehr verehrte Damen und Herren! Statistische Untersuchungen unserer Verkaufszahlen ergaben, dass Kunden, die einen Katzenkorb erwarben, sich auch besonders häufig für diesen Lampenschirm interessierten. Daher können wir Ihnen heute ein exklusives Sparset aus Katzenkorb UND Lampenschirm anbieten! Greifen Sie jetzt zu!”

belauscht von Josephine

Okt 2011
20

Im Regionalexpress von Düsseldorf nach Minden.

Kurz vor Duisburg erreicht die Schaffnerin einen Fahrgast, der sein 4er-Ticket fünfmal abgestempelt hat und damit schwarz fährt. Die Diskussion beginnt, nach einiger Zeit gibt der Fahrgast auf.

Fahrgast: “Ich finde es unglaublich, dass sie nicht mal ein Auge zudrücken. Offiziell haben sie ja Recht, aber…”
Schaffnerin: “…ja, inoffiziell bin ich ein Riesenarschloch, ich weiß!”

belauscht von Henni

Okt 2011
19

Berlin. Abends in einem Steakhaus am Potsdamer Platz.

Eine Gruppe von vier Männern, dem Dialekt nach zu urteilen aus Bayern, haben ausgiebig gegessen (Steaks, Maiskolben, usw.) und die Rechnung bestellt. Die sehr freundliche Bedienung bringt die Rechnung.

Bedienung: “Und ich hoffe, es hat allen geschmeckt?”
Kunde: “Jo mei, zum Scheißn reichts!”

belauscht von Freddy

Okt 2011
18

Bückeburg. In der Raucherecke einer Blindow-Schule.

Ein Auszubildener zum Technischen Assistenten steht mit seinen Freunden in der Raucherecke und prahlt mit seiner Mitgliedschaft im ADAC.

Azubi: “Jeden ersten Donnerstag im Monat bekomme ich 6 Cent Rabatt auf jeden Liter Diesel bei Shell.”
Kumpel: “Und das lohnt sich? Wie fährt sich denn dein Auto damit?”
Typ: “Das lohnt sich auf jeden Fall! Ich merke das allein schon bei der Geschwindigkeit! Wenn ich 50 km/h fahre, ist der Wagen nochmal 5-6 km/h schneller!”

belauscht von Farina

Okt 2011
17

Dresden. In der Innenstadt.

Meine Kollegen und ich – allesamt aus Bayern kommend – befinden uns geschäftlich in der Stadt und sind auf der Suche nach einer uns empfohlenen Lokalität. Leider haben wir Probleme, diese zu finden, sodass wir eine Mutter, die gerade mit ihrer etwa 7-jährigen Tochter an uns vorbeischlendert, um Hilfe bitten.

Ich (Mit tiefstem bayerischen Dialekt): “Entschuldigung, können Sie uns vielleicht kurz helfen?”
Mutter: “Verzeihung, wir sind nicht von hier.”

Gerade als wir uns abwenden, hören wir die kleine Tochter sagen:

“Haha Mama, sehr witzig. Nur weil die Ausländer nicht so gut Deutsch können, musst du nicht gleich lügen und sagen, wir sind nicht von hier!”

belauscht von Julia S.