Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Belebt – auf der Straße, in der Wohnung

Aug 2010
24

Hannover. Pfarrlandplatz.

Sonntag Nachmittag. Vier Jugendliche, zwei Jungen und zwei Mädchen im Alter zwischen 17 und 20, sind im Gespräch vertieft. Ein fertig aussehender tätowierter Mann kommt dazu und spricht einen der Jungen an.

Mann: “Hast du Kraft?”
Junge: “Ja schon, wofür denn?”
Mann: “Kannste mich mal so richtig schlagen? Ich hab keinen Lust mehr dafür Geld zu bezahlen, aber ich will den Schmerz spüren!”
Junge: “Ne, mach ich nicht.”
Mann: “Scheiße!”

Der Mann geht weiter, kehrt sodann nach wenigen Augenblicken um und kommt wieder zurück.

Mann: “Ändert sich das wenn ich dich schlage? Verteidigst du dich dann wenigstens?”
Junge: “Ich schlag dich nicht.”
Mann: “Mann, du bist echt kein guter Helfer!”

Und geht.

belauscht in Hannover von Kyrill

Aug 2010
12

Bochum.

Punker zu Passant: “Ey, homma, hast du mal ein bischen Kleingeld?”

Passant: “Bub, ich mache in bösen Ländern böse Sachen mit bösen Menschen, und der Staat bezahlt mich dafür. Ich bin in deinen Augen ein Faschist und Imperialist, ich bin alles, was Du ablehnst und verachtest. An meinem Geld könnte Blut kleben, du willst es nicht.”

belauscht in Bochum von Botasky

Geotag Auf der Karte anzeigen
Aug 2010
10

Landau a.d. Isar. Vor der Marienkirche.

Der Pfarrer der Gemeinde wird nach langen Jahren der Seelsorge von der Gemeinde verabschiedet. Eine alte Frau ist sehr traurig über den Weggang des beliebten Seelsorgers.

Alte Frau: “Ich hatte immer gedacht, dass Sie mich noch beerdigen werden.”
Pfarrer (im Seelsorgerton): “Liebe Frau Arnim, ich bin ja noch 14 Tage hier.”

belauscht in Landau von Constanze

Aug 2010
06

München. In einer Nebenstraße.

Während eine Mutter mit ihrem ca. fünfjährigen Sohn die Straße entlangläuft, parkt ein Stück vor ihnen ein Mann seinen Kleinwagen ein. Der ca. 1,90 m große Mann steigt aus und stellt fest, dass er zu dicht an dem hinter ihm stehenden Auto geparkt hat.
Um den Motor nicht für wenige Zentimeter noch einmal anlassen zu müssen, öffnet er die Fahrertür wieder, stellt seinen rechten Fuß auf das Kupplungspedal, lehnt sich gegen den Rahmen des Wagens und beginnt mit dem linken Fuß sein Auto anzuschieben. Im selben Moment laufen die Mutter und ihr Sohn vorüber, der Sohn beäugt das Schauspiel sehr verwundert.

Junge: “Mama, was macht der Mann denn da?”
Mann (trocken): “Siehst du das nicht? Ich spiele mit meinem großen, roten 800-Kilo-Tretroller.”

belauscht in München von Matt

Aug 2010
02

Köln. Zu Karneval in einer Nebenstraße.

Eine Gruppe von fünf jungen Männern steht nebeneinander an einer Hauswand und uriniert dagegen.
Ein Streifenwagen hält an, zwei Polizisten steigen aus. Der Beifahrer des Wagens ruft Ihnen laut und vernehmbar zu.

Polizist: “POLIZEI!”

Daraufhin dreht sich einer der Herren um und sagt seelenruhig:

“Nee nee, wir sind nicht von der Polizei, wir pinkeln hier nur hin.”

belauscht in Köln von Flo

Jul 2010
19

Elversberg.

Nachts gegen halb eins. Kleine Runde im Wohnzimmer eines Freundes. Der Gastgeber zu einer Freundin, die einen leicht übernächtigten Eindruck macht.

Er: “Du siehst müde aus, willst du dich etwas hinlegen?”
Sie: “Nee, danke. Ist schon okay.”
Er: “Na willste was trinken? Dein Glas is leer.”
Sie: “Nö, nö. Ich brauch nix.”
Er: “Was zu essen ist auch noch da, wenn du was willst.”
Sie: “Nee, nee. Ich bin ganz zufrieden.”
Er (schreiend): “NA DANN LECK MICH DOCH AM ARSCH!!!”

belauscht in Elversberg von Zeikrow