Mrz 2007
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Bremen, Straßenbahnlinie 4.

Am Hauptbahnhof entschließt sich eine Gruppe Punks, die Bahn zu bevölkern, in der fast ausnahmslos gestresste Geschäftsleute in ihren Feierabend fahren. Acht Personen mit unverwechsebarem Körper- und Alkoholgeruch brauchen inklusive der fünf nicht minder riechenden Begleithunde und der scheppernden Bierkiste einige Minuten, um einzusteigen. Begleitet von gegrölten Parolen und guter Laune sucht sich das auffallende Grüppchen ein paar Plätze in der hintersten Ecke der Bahn, um lautstark und von Gebell begleitet über den vergangenen Tag zu philosophieren. Ein paar Anzugträger wagen sich kurz darauf ebenfalls in den Waggon – seltsamer Weise ergreift einer von ihnen alsbald die Flucht. Dem Gelärme der Gruppe ist zu entnehmen, dass es sich hierbei wohl um einen alten Bekannten handelt.

Einer der Punks:

“Ey das war der Matze, der elende Verräter! Mann, schau Dir an wie weit der gesunken ist, voll der Spießer!”

belauscht in Bremen von Charango