Belauscht.de sagt Tschüss!

Wir feiern den 10. Geburtstag von belauscht.de!

Am 13. August 2006 erblickte belauscht.de das Licht der Welt. Kaum zu glauben, aber als wir die Seite gründeten, kannte Facebook hierzulande noch niemand, das iPhone gab es noch nicht, von Whatsapp oder Videostreaming ganz zu schweigen. Unser Blog darf also durchaus als ein kleiner Methusalem im Netzzeitalter bezeichnet werden.

Über das 10. Jubiläum freuen wir uns sehr – gleichzeitig ist es für uns ein Anlass, eine gar nicht leichte Entscheidung zu verkünden: wir werden den regelmäßigen Betrieb von belauscht.de von nun an einstellen und die Seite als Archiv weiterführen. Ab sofort werden wir keine neuen Einsendungen mehr posten.

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Nov 2007
27

Karlsruhe, auf einem Spielplatz.

Die anwesenden Mütter und ein Vater diskutieren über die unerfreuliche letzte Abrechnung der Wohnnebenkosten. Der Kubikmeterpreis Wasser ist teurer geworden.

Frau: “Wieviel is des eigentlich, ein Kubikmeter?”

Da ist der Mann gefragt. Er befindet sich gerade in einer Weiterbildung, Umschulung oder Ähnlichem, wie er vorher äußerte. Er ist also quasi Experte. Nach kurzem, andächtigem Überlegen:

Mann: „”…Zehn Tausend!“”

Er überlegt noch kurz weiter…

Mann: „”Ja. Na klar. Tausend mal Tausend. Zehn Tausend!“”

…und heimst sich für diese Rechenleistung von den begeisterten Frauen einiges an Anerkennung ein.

belauscht in Karlsruhe von Dimo

Nov 2007
26

Schleswig, zu Hause.

Meine 11-jährige Tochter kam und fragte: “Was ist ein Orgasmus?”

Ich war vollkommen überrascht von der Frage und zu dem Zeitpunkt echt überfordert eine kinderfreundliche Antwort auf die Frage zu geben und sagte:

“Das musst du jetzt noch nicht wirklich wissen!”

Worauf meine Tochter sagte:

“Doch, ich will auch einen haben!”

belauscht in Schleswig von schleswiger

Nov 2007
25

Markdorf, vor einer Disco.

Eine junge Frau und ein junger Mann (ca. 18 Jahre) unterhalten sich über eine gemeinsame Bekannte – ein Mädchen aus ihrer Schule.

Sie: “Boah, das ist voll die Schlampe! Mit der möchte ich echt nichts zu tun haben. Die macht auch wirklich mit jedem Idioten rum und hält sich für die Beste und Schönste auf der Welt.”
Er: “Das ist meine neue Freundin.”

belauscht in Markdorf von Anja

Nov 2007
23

Hamburg, U-Bahn.

Zwei Mädels unterhalten sich. Beide wohl so 14 oder 15 Jahre alt.

Mädchen#1: “Ey, deutsch ‘abtörnen’ heißt auf englisch ja auch voll ‘abturnen’.”
Mädchen#2: “Krass.”
Mädchen#1: “Ja, gibt doch auch dieses Lied da… ‘abturn girl’…”

…und sie fängt an “Uptown Girl” zu singen.

belauscht in Hamburg von Krebs

Nov 2007
22

Gundelfingen, ALDI-Parkplatz in der Industriestraße.

Ein Mittelklassewagen braust heran und stellt sich zielgenau auf den Behindertenparkplatz in bequemer Reichweite zum Eingang. Eine jüngere Frau steigt aus und trippelt auf Stöckelschuhen Richtung Eingang.

Ein Kunde spricht sie an: “Sie, das ist ein Behindertenparkplatz, auf den sie sich da gestellt haben!!!”

Sie (schnippisch): “Was geht SIE denn das an ?…Und außerdem bin ich behindert.”

Kunde: “Ja, die meinen aber KÖRPER-behindert!”

Die Entgegnung saß, wie man deutlich ihrem verfärbten Gesicht ansah…

belauscht in Gundelfingen von Manfred

Nov 2007
21

Freiburg, McDonalds am Hauptbahnhof.

Morgens nach dem Feiern noch zu McDonald’s gegangen, vor uns in der Schlange zwei Typen mit Migrationshintergrund, die offenbar die gleiche Idee hatten.

Typ #1 bestellt einen Burger. Der Angestellte versteht ihn nicht, ist offenbar neu, zu müde, was auch immer – er weiß nicht, was Typ #1 von ihm eigentlich will. Er nennt fragend den Namen eines anderen Burgers. Typ 1 verneint, wiederholt seine Bestellung, schon leicht ungeduldig. Angestellter versteht ihn wieder nicht, meint, dass es den bestellten Burger gar nicht gebe. Typ #2 springt seinem Freund zur Seite:

“Ey, was soll das, der (deutet auf seinen Freund) ist öfter hier als du!”

belauscht in Freiburg von Julia

Nov 2007
20

Köln, Restaurant unsicht-Bar.

In Köln gibt es die unsicht-Bar, ein Restaurant, in dem man in völliger Dunkelheit isst. Die Kellner und Kellnerinnen sind in der Regel sehbehindert oder blind.

Der Kellner schiebt sein Wägelchen zwischen den Stühlen durch und bleibt irgendwo hängen. fällt ein volles Glas herunter, das laut am Boden zerspringt.

Kellner: “Oh, entschuldige bitte, ich habe Dich nicht gesehen!”

belauscht in Köln von Christian