der wolkenmacher

Indonesien, auf Java.

Ein Indonesier wird beim Verbrennen seines Berges von Plastik-Müll von einem Touristen auf den Umstand angesprochen, dass dies nicht gut für die Umwelt sei.

Der Indonesier antwortet laut lachend: “Don’t worry! It’s just clouds!”

…So viel zum Umweltbewusstsein in der 3. Welt.

belauscht auf Java von Felix

Kommentare

hank | 22.9.2007, 2:36

Geiler spruch, jedoch hat der Tourist sicher einige Berge "Plastikmüll" verbrannt um mit dem Flugzeug nach Indonesien zu kommen. Von daher wieder mal die typische, wenn auch vollkommen ungerechtfertigte besserwisserische Haltung der "ersten" gegenüber der "dritten" Welt.

betriebsblind | 22.9.2007, 9:03

Hm…wenn der Gross- Umweltbelaster den Klein-Umweltbelaster fragt ;-> …dazu fällt mir grade folgendes Interview ein…

ZITAT: http://images.zeit.de/text/2007/38/Interv_-Knoflacher

ZEIT: Warum werden in Bezug auf Mobilität und Klimaschutz jetzt plötzlich die Flugreisenden kritisiert und nicht die Autofahrer?

Knoflacher: Erstens ist die schädliche Wirkung des Flugverkehrs nicht unerheblich und die Kritik berechtigt. Das liegt auch daran, dass die Billigfluglinien Passagiergruppen aktivieren, die sonst nicht im Flugverkehr anzutreffen wären. Grundsätzlich ist Fliegen die entwürdigendste Art des Transports überhaupt. Fliegen erinnert mich immer an Massentierhaltung: Hühner in einer Legebatterie, die abgefüttert werden. Im Unterschied zu den Menschen im Flugzeug sind die Hühner zumindest nicht angeschnallt.

Das Gespräch führten Martin Hablesreiter und Sonja Stummerer

Professor Hermann Knoflacher lehrt seit mehr als 30 Jahren am Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Technischen Universität Wien. Der 67-Jährige wurde durch seine Konzepte für Wien bekannt. Er entwickelte Fußgängerzonen, legte die Straßenbahn auf Trassen und schlug ein Radwegenetz vor.

kri | 22.9.2007, 12:21

@betriebsblind

cooler link! habe das interview durchgelesen. einige sehr einleuchtende und andere perspektiven zeigt knoflacher da auf.
thanx

Jonas | 22.9.2007, 12:49

"Grundsätzlich ist Fliegen die entwürdigendste Art des Transports überhaupt."

Was fuer ein unglaublicher Schwachsinn! Fliegen ist das Transportmittel, dass die Welt naeher zusammenbringt und somit auch Voelkerverstaendigung und Globalisierung foerdert. Vielleicht ist fliegen fuer 10 Euro in der Touristenklasse nach Mallorca entwuerdigend…aber das hat nichts mit dem Fliegen im allgemeinen zu tun. Da wirds einem doch schlecht wenn man so ein Unsinn liest.

(War klar, das ein Oesterreicher sowas sagt, die kommen da aus ihren Bergen ja auch nie raus und sehen ueber den (Teller-) Bergrand…) *jk*

me | 22.9.2007, 14:05

Voelkerverstaendigung durch Fliegen? Wer glaubt denn so nen Schrott. An dem belauschten Gespraech sieht man doch ganz deutlich, dass sich die Voelker halt doch nicht verstehen…

Jonas | 22.9.2007, 21:14

Fliegen ist die einzige Moeglichkeit, wie man in akzeptablen Zeiten zwischen weit entfernten Laendern reisen kann. Das betrifft nicht nur Touristen :< sondern auch Politiker und Geschaeftsleute. Ich kenne Menschen in Laendern, die ich nur per Postkutsche und Segelschiff niemals kennengelernt haette. Genausowenig wuerde ich Sitten und Gebraeuche dort verstehen koennen. Du darfst halt nicht immer von dir aus auf andere schliessen :D D Ich kenn auch relativ viele, die geschaeftlich laengere Zeit (mehr als 3 Monate) oder regelmaessig fuer kurze Zeit (mehr als einmal im Monat) weit reisen (z.b. nach Asien, Suedamerika). Sie kennen dort sehr viele Menschen, und verstehen sich auch gut mit ihnen. In einer Zeit, in der jeder ueberall hin reisen kann, sind einem andere Erdteile nicht mehr soo egal, wie sie es zur Zeiten des Kolonialismus waren. Man kommt ueberall hin und kann sich selbst ein Bild machen. Das ist viel wert. Man darf auch nicht vergessen, wie viele Menschen freiwillig in Afrika ein soziales Jahr machen oder mit dem Rucksack durch Australien/Suedamerika/Asien reisen. Wenn zu einem Jahr aufenthalt noch zusaetzlich ein paar Monate auf Schiffen dazukommen, wird das viel unattraktiver. Wenn das nicht zur Voelkerverstaendigung beitraegt, ist es sowieso das beste, dass wir einen Vernichtungskrieg gegen alle unterlegenen Voelker fuehren, denn verstehen werden wir uns sowieso niemals…

Ah, zu guter letzt: Wann warst du zuletzt auf einem grossen, internationalen Flughafen und hast dort die Menschen beobachtet? Ich mein jetzt nicht das Terminal von ThomasCook mit den Passagieren nach Malle zum Biertrinken…es ist erstaunlich, von wo ueberall Menschen kommen und dort rumlaufen.

whitetrash | 23.9.2007, 17:21

"So viel zum Thema Umweltbewusstsein in der Dritten Welt"

Merkste selber, ne? Der böse arme Mann. Kann der sich denn keine Müllabfuhr leisten? Hat der denn keine Schulbildung? Ein bisschen mehr Rücksicht auf die Europäer kann man doch wohl erwarten. Nachher sind die es schuld, wenn wir kein Mercedes mehr fahren dürfen.

FF | 23.9.2007, 17:22

Kann man den hier überhaupt von Umweltbewusstsein sprechen?
Das würde doch sicher voraussetzen, dass dem Mann sein "schlechtes" Handeln im Bezug zur Umwelt bewusst war. Von daher finde ich den Kommentar nicht passend.

Randy | 23.9.2007, 19:37

Ich glaube auch kaum, dass sich der Mann darüber bewusst war, dass es sich dabei um Umweltverschmutzung handelt.
Ich denke mal auch dass Menschen in der dritten Welt andere Sorgen haben als Umweltschutz

Anonymous | 6.2.2008, 10:38

its closer to hell!

Anonymer Alkoholiker | 27.11.2009, 17:43

ich weis nicht wo das Problem liegt! Wenn die Umgebung zu stark belastet ist, dann startet man die Java Virtual Machine halt neu und alles ist wieder sauber und gut! ;)

 

Kommentar hinzufügen

Die Kommentarfunktion ist nur registrierten Benutzern zugänglich.